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Es gibt sehr viele Stellen, die gepierct werden können.
Pflegetips zu den jeweiligen Piercing erhaltet Ihr schriftlich bzw. mündlich bei dem vorab stattfindenden Gespräch.
Wenn Ihr noch nicht volljährig seid, benötigt Ihr eine Einverständniserklärung der Eltern oder diese müssen persönlich zugegen sein.
Viele Piercings begegnen uns alltäglich, manche jedoch werden nur vereinzelt getragen. Eingeschlossen die Extremen Formen (Kehlkopf, Kopfhaut, Armbeuge, u.ä.). Letztendlich muß jeder das jeweilige Piercing mit sich selber in Einklang bringen und entsprechend pflegen und warten.
Folgend einige Piercings, deren Platzierung und Tipps. Beachtet immer, laßt Euch gutes Material einsetzen, am besten Titan bzw. 750er / 18k Gold!
Augenbrauen
Hier gilt, von außen nach innen. Je weiter innen, desto gefährlicher (Nervenstränge für die Gesichtsmimik).
Ringe sehen gut aus, wachsen jedoch meist sehr schnell heraus und bergen auch Unfallgefahren. Besser sind hier Banabells. Diese liegen anatomisch und sind nicht so unfallträchtig.
Verheilzeit ca. 4 - 6 Wochen
Ohren
Eine heikle Sache - nicht das Ohrläppchen - sondern alle Knorpelteile. Wenn Knorpel durchstochen wird, setzt ein mitunter langwieriger Heilungsprozeß ein. Dies ergibt sich aus der Nährstoffarmut des Knorpels. Kritische Stellen sind z.B. der Tragus, obwohl sehr beliebt, und der Rest der Muschel.
Das A und O ist deshalb hier die Pflege - Seife hat z.B. an einem frische gestochenem Tragus nichts verloren.
Die Heilungsdauer kann hier unter Umständen Monate betragen.
Nase - Nasenflügel
Die Nasenscheidewand (auch Septum).
Der Piercing im Nasenflügel sollte nie über einen längeren Zeitraum entfernt werden, da der Stichkanal sehr schnell verwächst, mitunter schon innerhalb weniger Stunden.
Septum sollte immer von einem Profi gestochen werden. Hier gehört sehr viel Erfahrung und Können dazu, denn es soll ja gerade plaziert sein.
Heildauer hier ca. 4 Wochen
Zunge
Dieses Piercing stellt eine kleine Besonderheit dar. Es wird ein Muskel durchstochen.
Das Stechen selbst ist relativ schmerzlos, viele wundern sich hinterher, daß es so unproblematisch war.
Vorteil: Die Zunge verheilt bei entsprechender Pflege mit am schnellsten, meist schon innerhalb von 2 - 4 Wochen, hier hilft nicht nur Eure Pflege (spülen, nicht rauchen, etc.) sondern auch Euer Speichel sehr viel mit. Wichtig ist hier die Plazierung des Stabes!
Unterlippe (und Oberlippe)
Meist wird dieses Piercing mittig eingesetzt, jedoch ist eine Plazierung auch seitlich möglich.
Die Heilungsfristen hier sind ca. 1 - 2 Monate, bei seitlichem Einsatz verlängert sich dies etwas.
Bauchnabel
Ein sehr beliebtes und schönes Piercing - unkritisch als solches und kombinierbar.
Ausdauernde Pflege hier ist sehr wichtig.
Heilungsdauer: hier sollte man 6 - 12 Wochen einplanen.
Brustwarzen
Bei Frauen immer kritisch zu betrachten, bei Männern etwas unproblematischer.
Die Abheilzeit gleicht der des Bauchnabels.
Intim - Frauen
Klitoris
Nicht jede Frau kann ein derartiges Piercing tragen, abhängig ist dies jeweils von der Anatomie (Größe der Klitoris).
Er kann sehr schmerzvoll sein, bei falscher Plazierung kann auch eine völlige Gefühlslosigkeit eintreten.
Die Heilungsdauer beträgt hier ca. 5 Wochen.
Klitoris Hood
E
benfalls abhängig von der jeweiligen Anatomie der betreffenden Frau, aber sehr beliebt und schön, die Schmuckstücke können horizontal oder vertikal getragen werden.
Die Heilungsdauer ist recht kurz, im Durchschnitt 4 Wochen.
Labien (innere und äußere)
D
ie durchschnittliche Heildauer hier ca. 4 Wochen. Ein sehr beliebtes Piercing, unproblematisch und schön.
Fourchette
Ein Piercing, welches vertikal am hinteren Treffpunkt der inneren Schamlippen gesetzt wird.
Es ist kritisch zu betrachten, da es bei bestimmten Geschlechtspraktiken zu Problemen führen kann. Im weiteren sei auch die Anatomie mit angeführt, denn nicht jede Frau kann dieses Piercing tragen.
Die Heilungszeit beträgt ca. 4 Wochen.
Intim - Herren
Gegenüber den Frauen gibt es hier einige mehr.
Über die einzelnen Piercings besprecht Euch detailliert mit Eurem Piercer, da es hier Stellen gibt, die sehr heilungsintensiv und blutig sind. Zu bedenken sind auch immer die anatomischen Veränderungen z.B. im Penis.
Geschichte und wissenswertes zum Piercing (klick!) >>>
Zur Hauptübersicht Piercing (klick!) <<<
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